Keine Zeit!?

In einem Jahrzehnt, in dem in vielen Teilen der Erde, besonders in Europa, die Zeit kostbar und rar geworden ist, liest man oft in Frauenzeitschriften Headlines wie „4 leckere Blitz-Rezepte für Berufstätige“, „30 Minuten Yoga – Easy does it!“ oder „Schnelle Frisuren – Gestylt in wenigen Minuten“. Als ich euch einen Post mit einer ähnlichen Überschrift fertig machen wollte („Das 5 Minuten Make-up!“) kam ich ins grübeln… Warum muss immer alles so schnell gehen? Dürfen unsere Handlungen im Alltag nur einen minimalen Aufwand haben, müssen aber trotzdem eine maximale Wirkung mit sich bringen? Wann sind wir in diesen Strudeln geraten?

Bitte nicht falsch verstehen – ich schminke mich gerne lang, aber manchmal auch einfach im ICE, auf der Rückbank in einem Taxi oder sogar im Auto. Auch ich habe manchmal nicht mehr als 5 Minuten, weil ich mich verplant habe, weil ich spät dran bin, weil die Zeit drängt. Und die drängt bei uns allen, bei den Schülerinnen und Studentinnen, bei den Berufstätigen, erst recht bei den berufstätigen Müttern und natürlich bei den Selbstständigen. Es wird sich jeder angesprochen fühlen, der schon mal ein Buch zum Thema „Work Life Balance“ gelesen hat (oder sich dafür interessiert) und sich Gedanken rund um das Thema „Job, Familie, Freizeit“ macht. Und dennoch ist es natürlich bei jedem anders…

Bei mir rast die Zeit morgens förmlich! Jede Minute zählt und dann rächt sich die Snooze-Viertelstunde, die sich erst so harmlos anfühlt und uns wenig später in Panik versetzt. „Ich muss los!“ MUSS benutze ich gerne und leider viel zu oft – ich muss dies, ich muss das und ganz oft: „Ich muss noch schnell“. Schnell. Alles muss schnell! Steht ja schon das Nächste an, eigentlich sollte man schon wo anders sein, was anderes machen. Plötzlich ist es wieder Freitag, wieder Montag und täglich grüßt das Murmeltier.

Was das mit BEAUTY zu tun hat? Ich fürchte viel. Egal ob Pflege oder Make-up – in Deutschland läuft alles an Produkten, Services und Headlines gut, was SCHNELL geht. Schnelles Tages-Make-up, schnelles Treatment, schnelle Pflegeroutine – bloß nicht zu viel Zeit auf den eigenen Körper verschwenden! Speedy Mani, Quick Massage, Lunch Facial – selbst bei Botox und Co. hört dieses Phänomen nicht auf. Auch das wird „ganz schnell“ in der Mittagspause von einigen Dermatologen oder Instituten angeboten. Längere Beauty-Rituale oder Verwöhn-Programme im Alltag werden von der Gesellschaft oft kritisch gesehen – ist euch das auch schon mal aufgefallen? Ein 90-minütiges Facial – fast dekadent! Ein spontaner Urlaubstag, der mit Massagen gefüllt wird? Verrückt! In anderen Ländern ist das ganz normal, zugegeben auch oft etwas günstiger – die Nachfrage erlaubt es. Das Aufföhnen zum Beispiel – ich wundere mich nicht, warum die „Dry Bars“ in Deutschland nicht funktionieren, will die Masse weder Zeit noch Geld in einen professionellen Haarstyle investieren. Eine liebe Bekannte erzählte mir neulich, dass die Frauen in Ägypten gut und gerne einmal die Woche zum Friseur gehen – Augenbrauen, Füße und Hände inklusive.

Pediküre – selbst das wird in Deutschland nicht von allen angenommen, wirkt es auf manche Frau doch noch immer wie eine Zeit- und Geldverschwendung regelmäßig zur Pediküre zu gehen. Zugegeben: Ich kenne beide Gedanken und finde weder den Geld- noch den Zeitfaktor verwerflich, trotzdem denke ich heute drüber nach. Und weil ich mich in diesem Artikel nicht mit dem Finanziellen auseinander setzen möchte (dazu könnte ich einen eigenen Post schreiben), frage ich mich einfach nur: Warum ist die Zeit dafür nicht da? Warum hört man immer wieder Sachen wie: „Wann soll ich das machen?“ oder „Das passt einfach nie!“ – klingt ähnlich, wie die furchtbaren Ausreden, die ich immer für Sport & Bewegung habe. Aber das ist wiederum eine andere Geschichte…

Ich kenne einige Frauen, die sehr gutes Geld verdienen, trotzdem immer motzen, wie teuer eine Pediküre sei und dann am Ende den ganzen Sommer mit unansehnlichen Füßen herum laufen, weil obendrein „nie Zeit dafür sei“. Alles eine Frage des Anspruchs – und meiner ist, was gepflegte Füße angeht, enorm hoch. Ich mache es so: Ich kümmere mich zuhause um meine Füße selbst (alle 3-4 Wochen), gehe aber für jede zweite Pediküre (alle 8 Wochen) in den Salon.

Sehr nachdenklich stimmt es mich aber besonders bei der Gesichtspflege und in weiterer Folge beim Make-up. Erst neulich durfte ich eine Freundin mal morgens und abends bei ihrer Routine beobachten. Mein Herz blutete besonders bei der Pflege, denn das Gesicht wurde mit Seife geschrubbt, richtig radikal, wie in der Auto-Waschstraße. Hurtig hurtig, schnell schnell! Bloß nicht zu viel Zeit verschwenden, die Nacht drängt, der Schlaf muss her, das Make-up in wenigen Sekunden runter.

Bei solchen Szenen muss ich immer an eine der bezaubernden Dr. Hauschka Kosmetikerinnen denken, die mir damals, als ich mit der Marke das erste Mal Kontakt hatte, das Dr. Hauschka Ritual gezeigt hat, während ich es vor einem Spiegel üben durfte. „Nehmen Sie sich Zeit für das eigene Antlitz.“ Dieser Satz schießt mir jeden Abend durch den Kopf, wenn ich selbst auch mal wieder so wenig Zeit wie möglich investieren und lieber schnell ins Bett möchte. Total legitim, aber haben wir uns selbst nicht ein bisschen mehr zu schenken? Ein paar Minuten mit sich selbst, mit Dir und Deiner Haut. Wayne Goss sagte mal in einem Video, dass man sich die Gesichtsreinigungsbürsten sparen könne, wenn man wieder ganz bewusst die Finger verwenden und die Reinigungsprodukte auch wirklich einarbeiten würde. Dabei spricht er von lediglich einer Minute (60 Sekunden!), die jetzt weniger klingen, als eine Frau durchschnittlich ihr Gesicht wäscht und das Reinigungsprodukt anwendet. Schaut unbedingt mal auf die Uhr, wie lange ihr für diesen Step braucht.

Aber nicht nur die Rituale, auch die Produkte fokussieren sich auf die Schnelllebigkeit und preisen sogar oft eine Zeitersparnis an: Lip&Cheek Color, 3in1 Gel oder Duo Bronzer – das Geheimnis der Doppelverwendbarkeit liegt nicht im Produkt selbst, sondern nur im Namen, der uns Konsumenten sagen möchte: „Kauf es und bekomme Zeit zurück.“ Alles ist easy, kinderleicht und hat einen zweifach oder dreifach Nutzen. Ich kenne diese trügerische Falle gut, tappe da oft selbst rein… Die Produkte klingen unkompliziert und nach wenig Zeitaufwand, man mag meinen, man hat in wenigen Minuten das, was man sonst vielleicht in knapp 20 Minuten bekommt. Der einzige Vorteil bei einigen dieser Produkte: ein bisschen mehr Platz in der Handtasche. Das ist, zugegeben, wirklich praktisch und klappt bei manchen Produkten, ohne auf die Qualität, die zwei Produkte hätten, zu verzichten.

Freitag Abend habe ich mich mal wieder ganz bewusst geschminkt. Genau so, wie ich es in all den Jahren lieben gelernt habe, weil es so auch den ganzen Abend hält: Primer, Foundation, Concealer – gut eingearbeitet ist die Haltbarkeit schon die halbe Miete. Puder versiegelt, Setting Spray hilft. Genau da fielen mir meine Gedanken wieder ein und ich habe mich gefragt, warum ich das unter der Woche nicht mehr so mache – im Büro (ich schminke mich meist erst vor Ort), muss es immer schnell gehen, ich benutze nicht viele Produkte und habe ehrlich gesagt auch keinen Anspruch an einem langen Tag im Büro gut auszusehen. Aber warum? Bin ich es mir nicht wert oder sind Tage, an denen ich keine Termine habe, an denen ich mich nur selbst sehe, es nicht wert, auch mal mehr Zeit für mein Make-up zu investieren?

Spreche ich mit Marken, Kosmetikerinnen, mit Freunden, Frauen oder Leserinnen, habe ich oft das Gefühl, dass deutsche Frauen generell eher so ticken: Schnell und unkompliziert. Nicht umsonst wird, spricht man im Ausland über Deutschland, oft die Jack-Wolfskin-Jacke tragende Frau skizziert, die mit dem Fahrrad in die Arbeit fährt und nur zu besonderen Gelegenheiten Make-up trägt. Aber bitte, na klar: Jeder nach seiner Farcon! Wie schon erwähnt, habe auch ich Tage, an denen ich kein Make-up trage, weil es total okay ist ungeschminkt zu sein und weil ich, selbst als Beautybloggerin, auch nicht täglich Lust habe, mich „aufzurüschen“.

Eines meiner liebsten Mottos ist: Jeder nach seiner Facon. Es darf jeder machen was er möchte – gerade, wenn es um oberflächliche Dinge wie Make-up geht. Das möchte ich mit meinem Text auch gar nicht kritisieren, sondern lediglich die Frage stellen, warum alles so schnelllebig geworden ist und feststellen, wie schön es ist, wenn man sich mal bewusst Zeit für sich und sein „Antlitz“ nimmt. Schaffe ich das selbst bei mir, bin ich immer verwundert, wie hübsch und allemal perfekter mein Make-up wird, wie viel Power ein perfekt gewählter, dezenter Lidschatten haben kann und wie gut es der Seele tut, wendet man sich vor dem Spiegel ganz bewusst sich selbst zu. Ganz ohne wenn und aber, ganz ohne „muss“ und „soll“. Minutenlang die Wimpern tuschen, ganz langsam und sorgsam einen Highlighter auftragen und dabei ganz bewusst die Gesichtszüge wahr nehmen. Auch immer wieder schön: Das Gesichtsöl eine ganze Minute lang über die ersten Fältchen einmassieren, wie ein kleines Mini-Facial vor dem eigenen Badezimmerspiegel. Schau ich dabei auf die Uhr, bin ich immer wieder überrascht, wie lange mir diese eine Minute vorkommt und in Relation gesehen sind diese 60 Sekunden an einem Tag gar nichts.

Nur bei einer Sache kann es mir selbst nicht schnell genug gehen: das Trocknen des Nagellacks. Gott sei Dank gibt es mittlerweile ein paar Topcoats, die wirklich funktionieren und Zeit sparen, weil man mit nassen Nägeln (an Händen und Füßen) wirklich gar nichts machen kann außer still zu sitzen und Zeitschriften zu blättern oder Filme zu schauen. Aber vielleicht ist das auch nicht das Schlechteste!? :)

Ich möchte mir auf jeden Fall wieder mehr Zeit für mein Gesicht nehmen, noch liebevoller damit umgehen und ab und an mich mal wieder aufwändiger schminken – nur für mich selbst.

 

Let’s talk!

Ich bin wahnsinnig gespannt, was ihr zu dem Thema sagt. Ist wirklich nie Zeit? Oder sollte man sich mehr Zeit für Gesicht und Körper nehmen? Ist das Thema noch größer, als man denkt (das vermute ich nämlich) und welche Treatments und Produkte sprechen euch am meisten an?

xx Hanna / Foxycheeks

 

PS: Wie immer gilt der…

Girls Talk Codex

Jedes Thema, das Frauen bewegt, hat seine Berechtigung. Mal mit mehr und mal mit weniger Tabu. Es gibt Punkte, die mich selbst betreffen und es gibt Posts, zu denen ich mir Interviewpartner und Stimmen mit ins Boot hole– auch wenn das Thema nicht von mir persönlich spricht. Jede Frau hat ihre eignen Sorgen und Erfahrungen und ich wünsche mir, dass dies hier respektiert wird. Die Wichtigkeit, die Diskretion und natürlich die Meinung dazu ist immer subjektiv. Gebt beim Kommentieren also gerne einen falschen Namen an, falls ich nicht mit dem echten Vornamen öffentlich genannt werden wollt (die Mailadresse ist für niemanden sichtbar). Bitte bleibt freundlich, sachlich, konstruktiv und jederzeit oberhalb der Gürtellinie. Ich finde, es gibt kein Thema, über das man nicht sprechen kann und wir Frauen sollten, meiner Meinung nach, untereinander damit anfangen. Das ist mir sehr sehr wichtig. Sprecht bitte so zu mir und zu anderen, wie ihr auch selber gerne behandelt werden möchtet.

28 Comments

  • Antworten Mai 22, 2017

    Nina

    Ich verstehe deine Gedanken absolut!
    Jedes Mal, wenn ich gut geschminkt bin, frage ich mich, wieso ich mir diese Zeit und Mühe nicht im Alltag mache.
    Nach einem Artikel auf Bare Minds denke ich nun sehr intensiv über einen Jade Roller für ein bisschen „Me Time“ nach.
    Ein toller Tipp ist auch tägliches Trockenbürsten…
    Ach, man muss einfach achtsamer sein – das gilt für alle Belange; nicht nur Beauty.

    Liebe Grüße
    Nina

  • Antworten Mai 22, 2017

    vivien_noir

    Vielleicht kann man es so zusammenfassen: alles, was von Menschen als eher überflüssig empfunden wird, wollen sie schnell erledigt haben? Manchmal scheint’s mir ein bisschen so, als würden viele z.B. schöne Füße als etwas Unwichtiges, Überflüssiges betrachten. Oder Makeup – ageh, brauch‘ i doch eh net so wirklich… Da geht’s mir ganz anders, ich finde das nämlich gar nicht überflüssig!

    Ich nehme mir zwar z.B. nur selten Zeit für ein ausgiebiges Bad, denn es ist für mich gar nicht so entspannend wie meine tägliche Öl-Gesichtsmassage, die mein Makeup nebenbei schon abnimmt (da hammas schon: 2 in 1). Besonders durch die Oil Cleansing Method habe ich gemerkt, dass ich mich ganz deutlich dabei entspanne, und danach viel schneller in den Schlaf gleite.

    Ich habe ein bisschen den Eindruck einer „Doppelgleisigkeit“: im Alltag scheint alles schnell gehen zu müssen, da ist z.B. das Makeup vielen gar nicht so wichtig, obwohl sie es lieben! Am Freitagabend erst kommt das volle Programm, und Samstag und Sonntag „gönnt“ man sich eher längere Badezimmeraufhalte, Thermen oder umfangreichere Pflegerituale.
    Bei mir ist es so: ich zelebriere mein Makeup jeden Tag, selbst wenn’s schnell gehen muss. Dann halt Statement-Lippen statt braunen Smoky Eyes! Ich brauche das irgendwie, um mich „fertig angezogen“ und startbreit zu fühlen, denn mit einem guten Makeup-Look fühle ich mich wie in einem heißgeliebten Outfit: einfach durchschlagend! Stark, in mir ruhend, entspannt, gewappnet allen Herausforderungen des Tages entgegenzutreten. Deshalb plane ich ca. 15-20 Minuten für’s Herrichten in der Früh ein.
    Ich habe es nicht so gerne, wenn andere Menschen an mir herumtüddeln, deshalb nehme ich nicht so gerne Dienstleistungen dafür in Anspruch. Selbst der Friseur war anfangs sehr ungewohnt!

    • Mai 22, 2017

      Hanna

      I feel you! Und genau so ist es sicher oft: Mo – Fr muss alles schnell gehen, Sa & So haben wir Zeit. Absolut legitim und nicht verwerflich. Mir selbst ist es eben bei der Pflege abends aufgefallen, wie wenig ich drauf acht gebe. Warum!? Denn da habe ich ja alle Zeit der Welt, niemand drängt mich mehr und allzu spät bin ich nie im Bett. Deshalb nehme ich mir für die kommenden Wochen vor, das richtig zu genießen und mich liebevoller abzuschminken etc. :)

  • Antworten Mai 22, 2017

    Anne

    Liebe Hanna,
    ich liebe Beautyprodukte sehr, gehe regelmäßig zur Kosmetikerin und nehme mir gerne auch mal mehr Zeit fürs Schminken, das Lackieren der Nägel oder ein Treatment beim Friseur. Aber unter der Woche habe ich vor der Arbeit lieber entspannt Zeit zum frühstücken und mag in Ruhe meinen Kaffee zu trinken als ewig vorm Spiegel zu stehen und den Kosmetiktermin sage ich auch gerne ab, wenn ich dafür mit einer guten Freundin Zeit verbringen kann. Sich für sich Zeit nehmen bedeutet ja nicht gleich das man sich und seinen Körper irgendwie äußerlich pflegen muss, manchmal tut es eben auch der Kinobesuch oder der Kaffee den man in Ruhe in seinem Lieblingscafé genießt.
    Herzliche Grüße
    Anne

    • Mai 22, 2017

      Hanna

      Liebe Anne, ach, absolut! Wir ticken da sehr ähnlich, wie bestimmt viele Frauen da draußen! So einen Termin z.B. abzusagen, heißt ja auch nicht, dass man sich selbst plötzlich weniger wert ist… Mir fiel es aber vor allem beim Gesichtwaschen auf oder beim Abschminken unter der Dusche: Wie radikal und grob ich da manchmal vorgehe! Weil ich einfach denke „schnell schnell“! :)

    • Mai 22, 2017

      Anne

      Das stimmt! Ein bisschen mehr Selbstliebe, dazu gehört meiner Meinung nach auch sich Zeit zu nehmen, schadet ja eigentlich in keinem Lebensbereich.

  • Antworten Mai 22, 2017

    Saskia

    Ich nehme mir gerne Zeit für mich. Das bedeutet, dass ich mich gründlich am Abend abschminke und auch morgens Zeit für die Reinigung einplane. Unter der Woche fällt mein Make-up dezent aus (lieber keinen Lidstrich als ein krummer^^), aber dafür dann öfters mal am Wochenende. Zuletzt habe ich auch 1,5 Stunde für eine Gesichtsbehandlung bei der Kosmetikerin verbracht. Weil es mir gefällt, weil es einfach schön war (mit Massage!), weil es mir gut tut. Genau so sehe ich das mit den Händen und Füßen. Ja, es kostet Zeit. Mir ist die Zeit es wert mich darum zu kümmern. Auch daheim. Ich creme auch immer meinen Körper ein.
    Für mich ist es ein Ritual, welches ich einfach genieße anstatt es als lästig anzusehen. Das machen wohl viele. Sie sehen solche Sachen als Last anstelle von einem Vergnügen.

  • Antworten Mai 22, 2017

    Verena

    Hallo liebe Hanna,
    Ich bin berufstätige Mutter und kann mich aber total bei Beautybehandlungen entspannen – it fills my cup ;-) Daher schaffe ich fast jeden Monat eine Gesichtsbehandlung, Pedi, Waxing, Frisör. Ausser jemand ist krank…. Es gibt mir einfach so viel. Auch das ruhige Abschminken am Abend wenn das Kind schläft ist mir die liebste Zeit des Tages.
    Ich glaube es hat sich ein kleiner Fehler oben im Text eingeschlichen, heisst es nicht jeder nach seiner Facon ohne r…? Kannst ja mal
    schauen.
    Viele Grüsse, Verena

    • Mai 22, 2017

      Hanna

      Auch ohne Kind, kann ich total verstehen, was es Dir gibt – ich schlafe bei der Kosmetik in eine tiefen tranceähnlichen Zustand, der mir ganz viel Power wieder gibt. Und danke für den Hinweis mit dem Tipper! :)

    • Mai 22, 2017

      Laetitia

      Mir geht’s genauso wie Dir liebe Verena. Ich genieße die Zeit am Abend, wenn es still im Haus ist. Die Kinder schlafen schön und kann mich in Ruhe um mich kümmern. Zahnpflege ist mir sehr wichtig sind ich brauche schon 8 Minuten für die Zahnseide;) ich versuche mein Gesicht behutsam zu waschen. Da ich schon als Jugendliche viel kaputt gemacht habe durch zu aggressives Waschen ( schrubben, zu warmes Wasser und zu aggressive Produkte). Ich genieße anschließend das Eincremen besonders mit dem repair night serum von Estee Lauder. Ich gehe dann sehr zufrieden und müde ins Bett. Aber Zeit zum Lesen nehme ich mir immer, auch wenn es nur 10 Minuten sind. Zeit, Schlafstunden etc. Ist sehr relativ, entscheidend ist was wir daraus machen, denke ich. Liebe Grüße von Laetitia

  • Antworten Mai 22, 2017

    Jennifer

    Guten Abend liebe Hanna,

    vielen Dank für den Artikel. Ja, wir sollte alle achtsamer mit uns umgehen. Natürlich vergeht die Zeit schnell und wir wollen sie alle ausnutzen, aber am Ende des Tages sind wir es doch um die es geht.
    Vielleicht nicht ganz so passend zum Girlstalk, aber zur Zeitproblematik:
    Ich schließe mich meiner Vorkommentatorin an, es hat sich der eine oder andere Fehler im Text eingeschlichen. Ich lese Deinen Blog sehr gern, daher fallen mir die Flüchtigkeitsfehler immer wieder auf. Schlimm ist es nicht, der Lesefluss stockt dann immer etwas…Aber auch das ist sicherlich dem engen Zeitplan geschuldet…
    Viele Grüße
    Jennifer

  • Antworten Mai 23, 2017

    Anne

    In meinem Fall fiel mir irgendwann auf, dass ich mir für alles und jeden Zeit genommen habe, um deren Bedürfnisse zu erfüllen. Also, mir war alles wichtiger als ich selbst.Da ich ja auch noch selbstständig von daheim aus arbeitete, konnte ich ja zwischendurch auch noch den Kram meiner Familie erledigen. Oft lief ich aus Bequemlichkeit in sehr legeren Klamotten rum, manchmal so leger, dass ich nicht an die Tür bin, wenn es klingelte… Als mir die Augen aufgingen, habe ich mir eine To-do-Liste für mich erstellt. So mache ich einmal die Woche Pediküre, Haarkur, Gesichtsmaske etc und andere Dinge, die mir gut tun. Es ist für mich ein gutes Gefühl, wenn ich etwas abhaken kann. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich mal nicht ans Telefon gehe. So leicht stelle ich mich nicht mehr zurück. Ich bin auch ein Frühaufsteher. Diese Zeit ist für mich sehr wichtig, damit ich meine Ruhe habe und langsam in Fahrt komme. Kurz gesagt: Heute selektiere ich, was Zeit einspart. Oft sind es Zeitfresser, die nur Energie kosten.

  • Antworten Mai 23, 2017

    Christin

    Hallo Hanna,
    toller Artikel und so wahr- hat mich wirklich nachdenklich gemacht…

    Danke Dir und lG

  • Antworten Mai 23, 2017

    Kalu

    Liebe Hanna,
    wieder ein sehr schöner und zum nachdenken anregender Artikel.
    Ich mag das abendliche abschminken sehr, habe auch meine Gesichtsbürste vor einiger Zeit schon weggepackt und „arbeite“ mit meinen Händen. Ich schmiere und öle und schichte, was mein Bad hergibt :) Klar, mein Mann klopft ab- und zu mal an und fragt, was ich da denn da so lange mache…ich lasse mich da nicht treiben. Diese Zeit gehört mir. Morgens halte ich es ähnlich. Alles schön in Ruhe, der Alltag treibt genug.

    Ich bin manchmal auch sehr traurig, wenn ich meine Freundinnen sehe, wie wenig achtsam sie mit sich umgehen. Sie könnten soviel mehr „glowen“ mit wenigen Handgriffen. Nur ich bin da vorsichtig, gebe nur kleine liebevolle Tipps am Rande. So ein Thema kann schnell kippen.

    In diesem Sinne: danke für deinen liebevollen Text, ich organisiere mir gleich mal eine Massage für die Tage :)
    Lieben Gruss Kalu

  • Antworten Mai 23, 2017

    Malin

    Toller Artikel!
    Da fühle ich mich gleich angesprochen. Für mich kann das Abschminken / Schminken / Pflegen auch lästig sein. Besonders nach einem langen Abend, wenn ich eigentlich nur noch ins Bett fallen möchte.

    An allen anderen Tagen, freue ich mich oft auf die Pflegeroutine. Weil ich in dieser Zeit endlich mal nur was für mich selbst mache. Ich kann neue Sachen ausprobieren und irgendwie auch zur Ruhe kommen. Außerdem sollte man niemals den Entspannungsfaktor einer Gesichtsmassage unterschätzen.

    Natürlich ist der Zeitfaktor maßgeblich, aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat und es zur Routine geworden ist, will man es nicht missen. Jedenfalls ich nicht :)

  • Antworten Mai 23, 2017

    Nina

    Hallo Alle! So sehr ich dem Gedanken zustimme, dass es gut und wichtig ist, sich für sich selbst viel Zeit zu nehmen und nicht alles zacki zacki schnell abzuhaken (und dabei noch tolle Ergebnisse zu erwarten, klappt ja in keinem Lebensbereich), so kann ich trotzdem den Beautybehandlungen bei Professionellen an sich überhaupt nichts abgewinnen. Einsame Insel wie mir scheint! Für mich ist das keine Entspannung, sondern wieder ein Termin (anders die Pflege zu Hause, deshalb lese ich hier ja auch sehr gerne!). Da trinke ich lieber einen Kaffee mit Freunden oder ähnliches. Also alles eine Frage der Prioritätensetzung. Bei mir nicht immer die Pediküre. Ich finde es vielmehr sehr merkwürdig, dass von Frauen irgendwie erwartet zu werden scheint, dass sie nicht nur rund um die Uhr top gepflegt sein sollen, sondern das auch die gehypte „Zeit für sich selbst“ mit Kosmetikbehandlungen gefüllt werden und dabei gefälligst entspannt werden sollte. Das „Muss und Soll“ kommt ja manchmal auf leisen Schleichern. Mir erscheint da ein Standard erhoben zu werden(und damit meine ich jetzt gar nicht per se diesen Text). Von mir aus soll die Jack Wolfskin Frau gern belächelt werden, ich empfinde die Tatsache, dass es sie gibt als einen Ausdruck von Möglichkeit und Freiheit und damit als große Errungenschaft, auch wenn ich diese Frau nicht sein möchte. Liebe Grüße

  • Antworten Mai 23, 2017

    Anja

    Mich hat dein Artikel auch nachdenklich gestimmt. Vor allem in dem Punkt, dass ich den Eindruck hatte, dass nur professionelle Treatments als wertvoll und „Zeit für sich“ genannt werden. Ich finde das nicht. Ich kann mein Hände mittlerweile sehr gut alleine pflegen und finde das gleich auch für meine Füße. Daher nehme ich mir die Zeit lieber selbst, denn die ein oder andere Pediküre oder Maniküre waren ehrlich gesagt ein Reinfall sowohl vom „Handwerk“ als auch vom Entspannungsfaktor.
    Zur Kosmetikerin – die mir mal 1-2 Stunden Aufmerksamkeit schenkt – würde ich gerne einmal gehen. Doch hier frage ich mich ernsthaft- und vielleicht ist das mal ein Artikel für dich wert – wie finde ich eine gute Kosmetikerin? ich setzte in meiner täglichen Pflege auf natürliche Pflegeprodukte. Gleiches möchte ich auch bei einer kosmetischen Behandlung. Gar nicht so einfach! häufig sind es noch nicht einmal bekannte Produkte aus den Parfümerien, die verwendet werden, wie soll ich auf die Qualität einschätzen können? Hinweise sind herzlich willkommen !

  • Antworten Mai 25, 2017

    Eva

    Ich schließe mich an, dass Frauen vor allem machen sollen, was sie möchten. Es gibt Frauen, denen perfekt manikürte Hände und Füße einfach nicht wichtig sind und ich verstehe, dass man als Beauty-affiner Mensch auf so etwas achtet, aber vielleicht nehmen sie sich Zeit für andere Dinge. Wenn man tief in der Materie ist und um all die Öle, Seren und Gesichtsmassagetechniken weiß, kommt einem ein schnelles abendliches Gesicht schrubben sicher lieblos vor, aber manche Frauen scheren sich vielleicht einfach nicht um die paar Fältchen, die sich so vielleicht etwas früher zeigen (wenn überhaupt..). Ich finde die Standards für Frauen auch immer absurder und so viel Spaß all die Produkte machen können, so sehr zeigt es auch, dass Frauen in erster Linie hübsch sein sollen. Warum gibt es z.B. nur einen Bruchteil der Produkte und Anwendungen für Männer? Ein leichter Schimmer Selbstbräuner, verdichtete Wimpern und Microblading-Brauen, alle paar Woche zur Pediküre und Gesichtsbehandlung, alles, damit man „natürlich“ und gepflegt aussieht – wenn jemand dann mal tatsächlich au naturel herumläuft, erschrickt man und empfindet es als ungepflegt?
    Ich lese hier sehr gerne mit und kann den Spaß und die Entspannung hinter gewissen Treatments absolut verstehen, aber so geht es nicht jedem und wir sollten andere Frauen einfach so stehen lassen, wie sie sind – man kann sich auf sehr viele verschiedene Arten „Me-Time“ gönnen.

    • Mai 25, 2017

      Hanna

      Liebe Eva, da bin ich ganz bei Dir. Ich schreibe ja: Jeder nach seiner Facon! Und das meine ich wirklich und ganz ehrlich so. Wie schon in meiner Antwort an Leserin Leah, wollte ich mit dem Artikel weder Aufzeigen, was eine Me-Time ausmacht – das ist eine eigene Interpretation, von der ich mich distanziere – noch sagen, wer wann wie ungepflegt ist. Ich finde keinen Satz in diesem Post, der das sagt und habe so etwas auch nie behauptet. Das Beispiel mit der Bekannten und der Pediküre zeigte mir, als ich drüber nachdachte, dass der oft angesprochene Geldfaktor eben nicht immer eine Rolle spielt, sondern die Zeit der Knackpunkt ist. Was mir aufgefallen ist: Viele Frauen wenden sich ihrem Antlitz, wie die Kosmetikerin so schön sagte, immer weniger zu und folgen einem Klang, der uns von den Medien, den Produkten und unserem Berufsleben vorgesungen wird: Schnell schnell! Das hat in meinem Augen wenig mit der angesprochenen Me-Time zu tun, sondern mit der Gestaltung des Alltags. Da gehören auch Treatments & Co. dazu, aber um das geht es mir nur am Rande in meinem Post. Ich fürchte, dass ich mich hier nicht verständlich ausdrücken konnte. Mit herzlichen Grüßen! Hanna

  • Antworten Mai 25, 2017

    leah

    Ich finde deinen Artikel in Teilen nachvollziehbar, aber er ist an der Realität der meisten Frauen vorbei.Mir bleiben nach Abzug aller Fixkosten (Miete, Nahrung, Versicherungen, Telefon, Internet…) zum Leben unter 200 Euro im Monat zum Ausgehen, für Sportkurse und Kultur, für Kleidung und Kosmetik, für Urlaub oder Geschenke für Freunde&Family.
    Lieber kaufe ich neue Laufschuhe, als 3x zur Kosmetik zu gehen. Das ist alles NICHT nur eine Frage der Priorität, sondern der realistischen Möglichkeiten. Ich habe noch nie eine Pediküre gehabt, aber als ungepflegt hat meine Füße noch keiner bezeichnet.

    Ich bin 27 und arbeite Vollzeit an einer Hochschule im Forschungsbereich, es mein erster Job nach dem Studium. Mein Gehalt empfinde ich nicht als niedrig. Nur wenige Mädels in meinem Umfeld verdienen mehr als ich, die Studentinnen eh nicht. Kaum eine von ihnen kann oder will sich professionelle Behandlungen regelmäßig gönnen.

    Ich mag dein Blog gerne, bitte meine Worte nicht als Kritik verstehen. Aber ein bisschen mehr Realität wäre schon hilfreich.

    • Mai 25, 2017

      Hanna

      Liebe Leah, danke für Deinen Kommentar! Leider verstehe ich nicht ganz, warum hier die meisten den Artikel nur auf das Geld bzw. die Treatments beziehen. In einem Absatz geht es um die Pediküre, aber das ist nicht die Aussage des Posts. Wenn ich das nicht gut ausdrücken konnte, habe ich am Thema vorbei geschrieben, denn mir geht es nicht (nur) um Treatments und eine Pediküre, sondern die Zeit, die man seinem Gesicht zuwendet. Mir ist einfach nur aufgefallen, dass in unserer Gesellschaft alles immer schneller wird, so auch die Produkte, die darauf ausgelegt werden, oder man selbst, wenn man sich schminkt oder das Gesicht wäscht. Nicht mehr, nicht weniger. Da spielt der finanzielle Aspekt nur am Rande eine Rolle, denn Treatments & Co. sind nur ein kleiner Teil der „Me-Time“ und nicht die Lösung dessen, was ich ansprechen wollte. Mit lieben Grüßen! Hanna

    • Mai 26, 2017

      leah

      Hej Hanna,
      du hast Recht, dass ich (und wohl viele andere) vor allem auf den Aspekt mit den kaufbaren Behandlungen im Salon eingegangen sind und weniger auf den Aspekt des sich Zeit Nehmens in den eigenen vier Wänden. Bei mir ist dieses Thema innerhalb des langen Textes halt am stärksten hängen geblieben und da war es mir wichtig, darauf zu verweisen, dass der Besuch bei der professionellen Kosmetikerin für viele halt nicht finanzierbar ist.

      Generell hast du sicher recht, dass viele Frauen sich zu wenig „Me Time“ nehmen. Das kann ich von mir zum Glück nicht behaupten, ich habe unter der Woche jeden Tag mehrere Stunden Zeit für mich, wenn ich nach der Arbeit am Strand laufen gehe und abends im Bett lese oder eine Serie gucke, oder mich mit Freundinnen treffe. Aber ich habe auch keine Kinder, wohne allein und mein „Haushalt“ ist so klein, dass ich ihn schnell auf Vordermann bringen kann.

      Du hast aber Recht, auch bei mir geht da Duschen sehr fix. Das einzige, was lange dauert, ist gelegentlich eine Haarkur. Aber ich verbringe meine Zeit lieber im Freien als im Bad. Und trotzdem habe ich Freude an schönen Beauty-Produkten und bin interessiert, auf dem Stand zu sein, deswegen lese ich hier auch gern!

      Liebe Grüße aus Lübeck! Leah

  • Antworten Mai 25, 2017

    nicole

    Liebe Hanna,
    ich befand mich vor ca. 2 Jahren in diesem besagten Hamsterrad der Zeit. Schnell, schnell, damit viel in einem Tag geschafft werden kann. Abhacken und ran an das nächste… und es fängt tatsächlich mit den kleinen Dingen an. Schnell abschminken, schnell schminken, schnell zur Arbeit, schnell einkaufen…. etc. Nach einem Zusammenbruch und gesundheitlichen Folgeschäden sozusagen habe ich wieder gelernt achtsam mit mir zu sein. Die Dinge bewusst zu tun und sich dann auch nur auf eine Sache zu konzentrieren, kein Multitasking. Es ist herrlich. Meine Morgen- und Abendroutine in Sachen Pflege sind zwei Rituale bei mir geworden, für die ich mir bewusst Zeit nehme mich zu spüren, zu fühlen. Die Haut ist ein Organ. Wenn man sie berührt löst es etwas in unserem Körper aus. Deshalb behandele ich mein Gesicht und auch den Rest meines Körpers sehr sanft und lasse mir Zeit. In meinen Augen ist das sehr wichtig.
    Danke für deinen Artikel. Herzliche Grüße

  • Antworten Mai 26, 2017

    Sabrina

    Liebe Hanna,
    Ich bin so bei dir. Ich liebe es, mir etwas Zeit zu gönnen. Für einen ausführlichen Friseurbesuch inkl. Kopfmassage oder einen Kosmetiktermin bei der von dir empfohlenen Maria von Ovieschön.
    Nur bei der Pediküre fehlt mir noch ein schöner Ort in Hamburg? Kannst du etwas empfehlen? Adam & Eve finde ich immer recht seelenlos.
    Danke für deine Inspiration.

  • Antworten Mai 26, 2017

    Fiona

    Liebe Hanna,

    bei den Two in One Produkten ging ich bisher eher davon aus, dass es Geld sparen soll und nicht Zeit, dh ich kaufe mir ein Produkt, kann es aber ja für eben nicht nur Lippen, sondern eben auch Wangen nutzen. Oder aber, es nimmt somit weniger Platz in der Tasche ein. Da ein Produkt. ;-)

    Ich habe bei mir gemerkt, wenn ich morgens mal schnell mache und mir keine Zeit nehme, geht alles daneben… ich sehe dann aus wie ein Clown oder habe plötzlich gecheckte fleckige Haut und sehe jede Pore. Gruselig. Seitdem nehme ich mir dafür und somit für mich Zeit. Das bedeutet auch, dass ich mir Zeit und Geld für zb den Friseur nehme. Oder regelmäßig zum Augenbrauenwaxing gehe.

    Einige Dinge machen bei mir keinen Sinn – Pediküre mache ich daheim allein, auch regelmäßig, weil ich schöne Füße an mir sehen mag. Zb waxing an den Beinen ist an meinen Beinen sinnlos – habe helles weiches Haar. Aber trotzdem kümmer ich mich wieder daheim alleine darum. Großartige Peelings und Masken gehen auch nur selten. Meine Haut reagiert bei sovielen Peelings mit gereizter Haut, bei zuvieler Pflege mit Pickel a la Teenie.

    Auch empfinde ich einiges der Kosmetikindustrie als überflüssig, was es alles gibt und ich mir somit ins Gesicht schmieren könnte – angefangen direkt beim morgendlichen Gesicht säubern, übers Schminken (denken wir ans Contouring und die dicke Concealerschichten :-D ) bis hin zur Abendroutine. Ich habe meine eigene Routine gefunden…jede Haut ist anders. Jeder Mensch ist anders..

    Austauschen finde ich schön und dazu gehört eben das Lesen von Blogs (Deinen!) oder schauen von youtube-Videos, aber niemanden die eigene Routine aufdrängen…es kommt ja jeder irgendwann dahinter, was die Haut und der Geldbeutel mitmacht. Und der Begriff limited edition reizt mich auch nicht mehr. ;-)

    LG Fiona

  • Antworten Mai 28, 2017

    Katrin

    Hmm. Meine ganz exklusive Zeit nur für mich (Berufstätige Mütter) stecke ich in meine kaffeepausen und Sport im Freien.
    Ich würde immer lieber ne halbe Stunde laufen gehen und danach frisch und rosig aussehen als die Zeit vor dem Spiegel zu verbringen. Deshalb muss man noch lange nicht ungepflegt daher kommen.
    „Sich pflegen“ kann man auf Verschiedenene Arten und Weisen.

    • Mai 28, 2017

      Hanna

      Liebe Katrin, bitte lies mal meine Kommentare unten, denn ich fürchte, viele von euch fassen diesen Text komplett falsch auf. Ich habe niemals geschrieben, dass Frauen ungepflegt sind, nur weil sie keine Zeit vor dem Spiegel verbringen. Das ist unfair, die Zeilen so auszulegen. Jeder kann gerne so lang (oder kurz!) sich schminken (oder eben nicht schminken), sich das Gesicht waschen oder pflegen. Wir haben alle andere Leben, andere Zeitpläne und Ansprüche. Mir persönlich, das betone ich in dem Text immer wieder, ist es aufgefallen, dass ich plötzlich „schnell schnell“ mache und das schade finde. Davon erzähle ich und ich bitte darum, meine Zeilen so auch zu verstehen.

  • Antworten Mai 29, 2017

    katrin

    Nee, nicht falsch aufgefasst. Nur ein Beispiel für deinen Satz: „Jeder nach seiner Facon“
    Darum geht´s doch, sich pflegen womit und wie auch immer. Ich wollte nur ein Beispiel für „meine Facon“ liefern.

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