Juni Picks

Der Juni war für mich als Kind und Jugendlicher immer einer der besten Monate. Man stand kurz vor den langen Sommerferien, die in Österreich zwei Monate dauern, und trug bereits die Sommersachen, die man im Jahr zuvor in Italien gekauft hatte. Früher hieß es immer: Was in Italien in ist, kommt ein Jahr später dann über die Grenze. Ich wollte also schneller sein als die Boulevardblätter, die ich damals schon anfing zu lesen, und besorgte mir im Sommerurlaub in Jesolo die dort angesagten, luftigen Kleider und, in weiser Voraussicht, wärmere Sachen für den Herbst. Ich war immer sehr stolz, wenn meine Klassenkameraden im neuen Schuljahr meinen Style und mich, frisch eingedeckt mit italienischer „Ware“, nicht verstanden und sah tapfer über Hohn und Spott wie eine echte Fashionista hinweg. Nun, ich muss gestehen: Mancher Trend hat nie die österreichische Grenze erreicht, aber meinen ganz eigenen Kopf und mein Herz. Ich erinnere mich noch gut an ein Paar Ballerinas, die eher leichten Halbschuhen glichen und vorne am Zehenanfang kleine Löcher hatten. Die guten Treter und ich mussten viel Gelächter einstecken – ich finde sie aber bis heute todschick und würde sie wohl immer noch tragen, wenn sie mir nicht längst zu klein geworden wären.

Meinen ganz eigenen Kopf in Sachen Mode habe ich mir auf jeden Fall bei behalten und ich mag es noch immer, mir in anderen Ländern Inspiration zu holen. Nach Italien komme ich leider nicht mehr so oft, freue mich aber, dass in Paris immer noch ein frischer, modischer Wind weht, den ich bei jedem Besuch einzufangen versuche. Leider sind meine beruflichen Termine im Ausland oft so eng getaktet, dass mir keine Zeit für einen (Schaufenster-)Bummel bleibt, aber dann bleiben mir immer noch die Onlineshops, wo ich jede Saison 100%-Hanna-Stücke finde. Die möchte ich euch ab sofort jeden Monat zeigen, wie diese 13 Teile, die von mir und dem aktuellen Monat erzählen. Fest steht: Ich wünsche mir diese entzückende Sophie Hulme Tasche zum Geburtstag (mit 32 dürfen mich gerne viele kleine Herzen begleiten!) und brauche unbedingt ein orange-farbenes Kleidungsstück im Kleiderschrank – wie zum Beispiel den eleganten Einteiler von J.Crew. Der Rest bleibt eine Mischung aus Traum, Inspiration und Wirklichkeit und sagt in deutlichen Worten zu mir: Sei mutig! Sei Du selbst. Die Klassenkameraden lachen längst nicht mehr.

 

 

100% Hanna im Juni

Satin-Bomberjacke: MAJE (auch in grün!)
Traingel-BH: Princess Tam Tam
Blazer: A.P.C.
All You Need Is Me (Allround) Cream: True Organic of Sweden
Leo-Sandale: Aquazzura
Maxi-Kleid: Self-Portrait

Ringe: Marte Frisnes Jewellery
Playsuit: J. Crew
Saddle Bag (mit Herzchen): Sophie Hulme
Baumwoll-Bluse: A.P.C.
Armkettchen ‚Marrakesh‘: Van Rycke
Lipbalm: Marie-Stella-Maris

6 Comments

  • Antworten Juni 26, 2016

    Nicole

    Die Leo-Sandalen sind mir auch schon ins Auge gesprungen. :)
    Die Idee hinter der Liste finde ich toll und freue mich auf die, die noch kommen werden.

    • Juni 26, 2016

      Hanna

      Hehe ;) Ich bekomme sie auch nicht aus dem Kopf, wobei der Preis eigentlich inakzeptabel ist…

  • Antworten Juni 26, 2016

    Lisa

    Yay super Idee! Ich mag deinen Stil total gerne und vefolge dich auch auf Pinterest. Die Boards dort haben bei mir schon das ein oder andere haben-will-Gefühl ausgelöst.

  • Antworten Juni 27, 2016

    Jen

    Der BH ist super schön…aber diese Größen sind immer schwierig, wenn man schmal ist und etwas mehr Brust hat. Hast du ihn dir gekauft. Und wenn ja: welche Größe? Liebe Grüße:-)

    • Juni 27, 2016

      Hanna

      Liebe Jen, habe noch nicht bestellt… Ich glaube, ich gehe mal in die Boutique und probiere ihn an – geht schneller :)

  • Antworten Juni 27, 2016

    Evi

    Ich musste gerade SEEEHHR schmunzeln… Auch meine Family und ich sind in den 80ern und frühen 90ern, als ich Kind und Teenie war (ich bin 10 Jahre älter als du, Hanna), jeden Sommer von Bayern nach Jesolo gefahren und haben es fashiontechnisch wie du gemacht: bewundernd staunen, wie modisch die Italiener immer sind und was sie gerade tragen, nachkaufen, hoffen, dass es im Herbst bzw. nächsten Frühling und Sommer dann passt und alle „Unwissenden“ zuhause Stiehlaugen kriegen! Den Spruch „Was in Italien schick ist, schwappt nächstes Jahr nach Deutschland“ kenne ich nur zu gut. Gestimmt hat’s nicht immer, aber man ist auf jeden Fall aufgefallen in der bayerischen / österreichischen Kleinstadt ;-) Danke für den Flashback und liebe Grüße.

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