Sunday Read: Kinfolk Magazine

Dieses Magazin ist wie ein Ladurèe Macaron: es sieht gut aus, macht süchtig und ist nicht einfach zu bekommen. Entweder genießt man es Stück für Stück oder man verschlingt es in einem, weil man nicht genug bekommen kann – eines reicht aber bei weitem nicht aus. Was für ein süßer Genuss, was für ein schönes Magazin: KINFOLK, 4-mal jährlich erscheinend. An einem Punkt unterscheiden sich die beiden aber und dabei meine ich nicht das Herkunftsland: wo Macarons leider mit der Vergänglichkeit zu tun bekommen, bleibt das amerikanische Magazin lange in Erinnerung und auch erhalten, da ich es zumindest nicht wegschmeißen kann. Ich sammle schon einige Ausgaben lang das ‚Slow Lifestyle Magazine‘, wie sie sich selbst nennt, und liebe die Haptik, das Papier, den Druck und die simplen Cover, die sich deutlich von vielen Magazinen abheben.

Ich liebe die Internationalität, die schöne Sprache und die Weite, die mit den unterschiedlichsten Artikeln geschaffen wird. Man spürt: hier wird über den Tellerrand gesehen, nachgedacht, sortiert und mit Liebe geschrieben. Auch die 16. Ausgabe kann ich kaum aus der Hand legen, auch wenn ich mir die Artikel am liebsten einteilen und aufheben möchte. Vielleicht versteht ihr jetzt mehr, wie ich auf Macarons komme, bei denen man leider immer nur wenige Tage hat, bevor sie verderben. Beim Kinfolk Magazine scheitert es an der Disziplin, was ich aber nicht schlimm finde – ich denke, man muss jede Ausgabe einfach als Buch sehen, dass man auch gerne mal auf einen Schlag ausliest.

Besonders gefallen hat mir beim Lesen dieses Mal das Interview mit dem Designer-Paar Stine Gam und Enrico Fratesi (Studio GamFratesi), der Artikel von Peter Block über das Hingehören und das Wassermelonen-Kokosnuss-Eis Rezept, das mir mit einem wundervollen Foto das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Aber dahinter einen Punkt zu setzen fällt mir schwer – das Kinfolk Magazin ist auch dieses Mal wieder von vorne bis hinten gelungen und ein toller Ersatz für Süßes, wenn man gerade keinen Zucker ist…

Ein kleines Souvenir aus Berlin ist der Photobooth-Streifen, der mich daran erinnern soll, wie schnell die Zeit vergeht und wie schön es ist, meinen Weg zu gehen, der mich sehr glücklich macht. Die Blumen auf dem Foto liegen längst im Eimer, aber meine Laune an diesem Abend, getragen von Gesprächen mit Freunden, Ideen und neuen Möglichkeiten, möchte ich nicht vergessen. Da passen die letzten Worte aus der Editorial-Einleitung dieser Kinfolk Ausgabe ganz gut:

Be thankful for the opportunities you have to indulge in being wholly yourself, and start looking at life trough an essential lense.

Kinfolk Magazine / Foxycheeks Kinfolk Magazine / Foxycheeks Kinfolk Magazine / Foxycheeks Kinfolk Magazine / Foxycheeks

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